Time Out ... wenn die Nerven mal blank liegen

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass das Beschulungsmodell Time Out vor allem in Kombination mit SALTO eine sehr wirksame Intervention im Bereich der Verhaltensproblematik von SchülerInnen darstellt, gleichzeitig aber auch die Volksschulklassen entlastet und dem Lernklima der Kinder förderlich ist.

 

Projektbeschreibung

In Time Out wird die Spitze der verhaltensauffälligen Welser SchülerInnen im Grundschulbereich unterrichtet und betreut. Es handelt sich um ein Auszeitmodell, das den Anspruch hat, die Kinder letztlich wieder in das Regelschulwesen zu reintegrieren.

 

Vorerst soll die massive Krisensituation durch das vorübergehende Herausnehmen aus dem Klassenverband entspannt werden. Das Kind mit schweren Kontakt- und Verhaltensstörungen hat die Chance, in einer kleinen Gruppe unter der Leitung qualifizierter PädagogInnen Sicherheit und Verlässlichkeit, Struktur und konsequentes Erziehungsverhalten zu erleben, emotional und sozial nachzureifen, verträgliche Verhaltensalternativen zu entwickeln und sein Lernverhalten zu verbessern.

 

Die Mitarbeit der Erziehungsberechtigten und aller Bezugspersonen am Förderkonzept ist Voraussetzung für das Gelingen des Projekts. Glasklares, verlässliches Erziehungsverhalten und sichere Bindungen durch Erwachsene stehen dabei im Vordergrund; das bedeutet starke Lehrerpersönlichkeiten, gute, unterstützende Rahmenbedingungen und intensive Elternarbeit.

 

Durch die Vernetzung mit Jugendwohlfahrt, ÄrztInnen und TherapeutInnen, v.a. aber durch die Vernetzung mit SALTO, in dem sechs bis acht Time Out – Kinder zusätzlich betreut werden können, wird versucht, Entwicklungsfortschritte zu initiieren und abzusichern.

 

Ist eine positive Verhaltensänderung eingetreten, wird das Kind wieder in den Klassenverband der Stammschule integriert.

Diese Auszeit sollte von den SchülerInnen, aber auch von allen an der Erziehung Beteiligten genutzt werden, um eine gute Basis für eine Rückkehr in den Klassenverband zu schaffen.

 

Vorbedingungen

Die Aufnahme in eine Time Out-Klasse ist nur mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten möglich. Ein Kind kann erst nach einer genauen Kind- Umfeld-Analyse in eine Time Out-Klasse aufgenommen werden.

Die Eltern müssen sich verpflichten am Förderkonzept mitzuarbeiten.

Die Fördermöglichkeiten an der Regelschule - einschließlich dem Krisen-management durch die Schulleitung und der Einbeziehung der Betreuungs-lehrperson - müssen erschöpft sein.

Die Entscheidung, ob ein Kind aufgenommen wird, trifft die Leitung in Time Out in Absprache mit der/dem PSI.

 

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